Vorwort
BUNKERANLAGE - FUCHSBAU    ZGS14
Am 25.06.2011 wurde unser technisches Denkmal mit erfreulich großer Publikums- und Medienresonanz nach einem mehr als einjährigen Verschluss wieder neu eröffnet und sehr erfolgreich präsentiert, Darauf sind wir, die seit Jahrzehnten aktiven Techniker für die Bunkeranlage-Fuchsbau und die hinzugekommenen Aktiven sehr stolz.  Die Fortschritte der ehrenamtlichen Tätigkeit unserer Interessengemeinschaft von 2011-2015 wurden auf meiner Internetseite jeweils aktuell publiziert (Neuanfang). Spätere geschichtliche Entwicklung:  1994-1995, 2005-2016 Dezember 1995: Im August 1994 waren alle Streitkräfte der Westgruppe der Truppen (WGT, ehemalige Sowjetuni- on) von deutschem Boden vollständig abgezogen. Die Luftraum-Koordinierung ab 1990 mit den Aktivitäten der 16. russischen Luftarmee wurde u.a. durch den Gefechtsstand des Luftverteidigungssektors 5 Fürstenwalde  von hier und in der LuKo Wünsdorf (entwickelt aus der VHZ14) bis dahin hervorragend gemeistert. Am 07.12.1994 wurde die Überwachung des ostdeutschen Luftraumes von Fürstenwalde aus in einem feierlichen Appell abgemeldet. Bis zum 01.12.1995 wurde die Bunkeranlage von allen Medien getrennt, mit Beton versiegelt und an die BIMA übergeben. Der Bunker Fuchsbau schlummerte 10 Jahre im Dornröschenschlaf.
Vorwort
November 2005: Durch das Berliner Bunker Netzwerk wird mit der Hilfe von THW und Fürstenwalder Feuerwehr der Lasteneingang des Altbaus aufgestemmt. Nach einer Zwangsbelüftung des sauerstoffarmen verschimmelten Bunkers beginnen erste “Taschenlampen-Führungen” unter einem sehr regen Besucherandrang.
Dezember 2005:  Eine Firma vor Ort pachtet den Fuchsbau, führt erste Verschüttungsbeseitigungen und Elektroarbeiten durch. Als ehemalige NVA-”Fuchsbau-Experten” bringen wir uns aktiv ein. Es beginnen fachgerechte Führungen. Ostern 2006:  Wir gründen einen gemeinnützigen Verein            Rechts - Meine  persönliche Anmeldung als Vereinsvorsitzender an das Vereinsregister  04. Dezember 2006: Die Bunkeranlage-Fuchsbau und zugehörige Gebäude werden technisches Denkmal des Landes Brandenburg. Durch unzählige Arbeitsstunden der Vereinsmitglieder, Sach-, Geldspenden und Leihgaben wird begonnen, ein einzigartiges aktives Museum aufzubauen.
In eigener Sache: Aus persönlichen Gründen habe ich nach 10 Jahren für das technische Denkmal und Bunkermuseum meine unmittel- bare Tätigkeit in der Bunkeranlage-Fuchsbau beendet. Als bisheriger ehrenamtlicher Museumsleiter, Projektverantwortlicher und Leiter des Gästeführerteams möchte ich mich ganz herzlich bei allen  Mitstreitern dieser großartigen Entwicklungsgeschichte seit Ende 2005 für ihre gemeinnützige ehrenamtliche Tätigkeit bedanken und für die Zukunft alles Gute wünschen. Das Gästeführerteam unserer Interessengemeinschaft vermittelt hervorragend die mittlerweile über 73jährige Zeitgeschichte der Bunkeranlage-Fuchsbau. Dazu gehören sehr fundierte militärtechnische und militärgeschichtliche Kenntnisse. Ich habe dem Team vorbehaltlos alle von mir geschaffenen Leinwand- und Video-Präsentationen, Darstellungen und Bilder zur Verwendung vor Publikum überlassen. Die Einmaligkeit dieses Technischen Denkmals und militärgeschichtlichen Museums ergibt sich aus der präsentativen Darstellung der Themen: SS-Führungs-Nachrichten-Bunker, Zentraler Sirenenauslösepunkt der DDR, Zentraler Gefechtsstand (DHS) an der direkten Gefechtsfront im Kalten Krieg, Luftverteidigungssektor 5 für den gesamten Osten (Bundeswehr) und SAR-Leitstelle für alle 5 neuen Bundesländer. Als letzter technischer und militärischer Zeitzeuge  hier vor Ort bringe ich meine Erfahrungen auch gern weiterhin ein.
1. Mit der Kettensäge oben im Krankorb” und Bäume fällen    - Das würde ich mir heute wirklich nicht mehr zutrauen.    (Gefahrenabwehr für den Neubaueingangsbereich)          2. Beton-Stemmen: Beseitigung von mehreren Kubikmetern     Massivbeton - Hurra, Notausstieg wieder frei!
März - Juni 2011:  Starkregen und Frühjahrs-Schmelzwasser führten zur Überflutung des gesperrten und stromlosen Bunkers mit 30 cm Wasserhöhe im Neubau! Es drohte die unmittelbare Vernichtung der Bunkeranlage. Wir begannen erste Rettungsmaßnahmen zuerst mit nur 3 ehrenamtlichen Mitstreitern vor Ort:       Michael Tempelhagen, Hans-Joachim und Ursula Pötzsch. Es folgten die extrem aufwändige Wasserbeseitigung, Wiederherstellung einer Elektroeinspeisung und Vorbereitun- gen für Publikumsführungen. Ich wurde darüber hinausgehend durch den Eigentümer zur Führung des Denkmals als ehrenamtlicher Museumsleiter eingesetzt.
Mein besonderer Dank gilt Frank F. (Mitte) für sein Engagement. Heute ist der Notausstieg ein toller Publikumsmagnet.
Dezember 2013: Nach der Privatinsolvenz von G. wurde die Familie S. Eigentümer des Areals und brachte sich ab Dezember voll in den Bunker- und Museumsbetrieb mit ein.                                            
24. März 2010: Bunkerverschluss durch den neuen Eigentümer G. ab 2009, beginnender Bunkerverfall Hausverbot für den Verein und Beendigung der illegalen kostenfreien Nutzung durch den ehemaligen Pächter. Wegen erheblicher Pachtschulden schon 2008 gekündigt,  erfolgte 2011 seine rechtskräftige Zwangsräumung. Auf seiner privaten Internetseite sind diverse Lügen und Verleumdungen über unsere Tätigkeit zu finden. Näheres:  Link!    
Hier nur zwei persönliche Beispiele von 2006:
Richtigstellung  Die im Auftrag des Eigentümers betriebene Museumsseite erwähnt im Bereich Geschichte - Technisches Denkmal die entscheidende Entwicklungszeit 2011 bis 2013 mit keinem Wort!  Die Bunkerrettung, der Wiederaufbau des Bunkers und seine Gestaltung in  Tausenden Arbeitsstunden sowie die Führungen für mehr als dreitausend Besucher werden einfach verschwiegen. Es wird der Eindruck erweckt, dass alles erst 2013 begann. Diese Negierung ist ein Schlag ins Gesicht der seit 2011 ehrenamtlich Tätigen. Richtig dagegen ist: März 2010 Bunkerverschluss -  Ab Mai 2011 Bunkerrettung, Teamaufbau, Führungen Ab Dez. 2013 Übernahme wesentlicher Aufgaben durch die Eigentümerfamilie.
Ohne unser persönlichen Eingreifen in dieser Zeit gäbe es die Bunkeranlage-Fuchsbau für Publikum heute tatsächlich nicht mehr.
Ab Juni 2011:  Mit der Zeit verstärkten weitere Mitstreiter unsere stetig wachsende Inter- essengemeinschaft. Waren es Ende 2011 erst 8, kümmerten sich schon 2013 über 20 ehrenamtliche Enthusiasten in Tausenden von Arbeitsstunden um den Aufbau der Bunkeranlage und sicherstellenden Einrichtungen und für aussagekräftige praktische Vorführungen von damaliger Technik, nacherlebbarer militärischer Präsentationen und der Luftlagedarstellung. Obwohl der Eigentümer eigentlich nur an den Führungseinnahmen interessiert war, inves- tierte er notgedrungener Maßen von 2011 bis 2013 über 25.000 € in die Wiederherstellung und den Betrieb des Museums. Darüber hinaus möchte ich nochmals alle bisherigen Bunker-Unterstützer mit Spenden und Leihgaben seit 2006 bis heute hervorheben und ihnen dafür danken. Nur so ist die erfolg- reiche Gesamtpräsentation unseres technischen Denkmals möglich geworden. Wichtige Stationen unserer Arbeit und erreichte Erfolge sind chronologisch bei Neuanfang  nachlesbar. Auf der Seite Höhepunkte sind herausragende Ereignisse wie z.B. die Ausbildung von Jugendlichen im Bunker nacherlebbar. Ein besonderes Ereignis ist immer der deutschlandweite Tag des offenen Denkmals, an dem wir uns seit 2011 jährlich beteili- gen. Er wurde für den Kreis 2013 direkt bei uns eröffnet. Wir konnten 133 Besucher allein an diesem Tag begeistern.